Lizenzmanagement für Serverprodukte

Lizenzmanagement für Server-Produkte ist noch weit komplexer als für Client-Produkte. Die größte Herausforderung für Unternehmen liegt hier in der großen Vielfalt der Lizenzierungsvarianten und der Schwierigkeit, das exakte Software- und Lizenz-Inventar zu ermitteln und aktuell zu halten. Dazu kommt der häufige Zwang, Lizenzen direkt den einzelnen Installationen, Hardware-Komponenten oder Usern zuweisen zu müssen.
Besondere Herausforderungen bei der Serverlizenzierung:
- Maintenance, die automatisch beim Kauf eines Artikels erworben wird
- Hardwarebezogene Lizenzierungsmetriken
- Lizenzierung der zugreifenden User oder Geräte (Client Access Licenses)
- Feste Kopplung von Serverprodukten an andere Produkte (oftmals bei Datenbankservern zu finden)
- Concurrent Use-Lizenzierung
- Lizenzierung nach der Leistungsfähigkeit der gesamten Hardware oder Teilen davon
- Erforderliche Zuordnung von Lizenzschlüsseln
- Abbildung von Hot- oder Cold Standby-Systemen
- Abbildung von Clustersystemen
- Umgang mit virtuellen Servern
Bereits die Ermittlung des Software-Inventars für Serverprodukte stellt eine große Herausforderung für Unternehmen dar. Inventarisierungswerkzeuge, wie sie bei der Ermittlung des Software-Inventars bei Client-Produkten häufig eingesetzt werden, können bei Serverprodukten oftmals nicht helfen, da ein simples Zählen der Installationen für die Aufstellung des Software-Inventars für Server nicht ausreichend ist. Stattdessen ist in vielen Fällen die Abbildung der Hardware-, User- und Serversoftwareinfrastruktur erforderlich.
Nach dem Aufbau des Software-Inventars besteht darüber hinaus die Gefahr, dass die aufwändig zusammen gestellten Informationen schnell veralten. Durch die enge Kopplung der Lizenzierung an die Hardware- oder Userstrukturen müssen somit nicht nur die Veränderungen in der Softwarestruktur nachvollzogen werden, sondern auch die der Hardware und User.
Auch die Ermittlung des Lizenz-Inventars von Serverprodukten ist i.d.R. komplexer als bei den meisten Client-Produkten. Während bei Client-Lizenzen häufig eine Lizenzierung nach Installationen vorliegt, sind bei Serverprodukten die Lizenzierungsmetriken vielfältiger und komplexer. Lizenzierungsmetriken nach CPU, named Usern oder Concurrent Use sind bei Serversoftware weit verbreitet.
Bei der Ermittlung des Lizenz-Inventars und dessen dauerhaften Abbildung kommt erschwerend hinzu, dass Serverprodukte oftmals auf anderen Wegen beschafft werden als Client-Software. Diese Beschaffungswege sind meist dezentraler organisiert als die Beschaffungsprozesse für Client-Software. Auch sind die Lieferanten, bei denen beschafft wird, nicht zwingend die Standardlieferanten. Häufig werden Serverprodukte auch direkt bei den Herstellern bezogen. Damit die beschafften Lizenzen ermittelt und das Lizenz-Inventar aufgebaut werden kann, muss somit an verschiedenen Orten innerhalb eines Unternehmens gesucht werden.
Mit der langjährigen Erfahrung aus zahlreichen Projekten und im Bereich der Softwarelizenzierung unterstützt CCP Unternehmen sowohl bei der Ermittlung des Software- und Lizenz-Inventars – als auch bei der Konzeption und Umsetzung einer nachhaltigen Aktualisierung der Inventardaten. Durch das Nachhaltigkeitskonzept reduzieren Unternehmen die Gefahr der Veraltung der Daten und ersparen sich somit eine erneute aufwändige Komplettaufstellung des Inventars.
